Das japanische Schwert

Das japanische Schwert, Katana, ist in der ganzen Welt berühmt. Nicht nur wegen seiner materiellen Eigenschaften. Das Tragen und der Gebrauch dieser Waffe war lange Zeit alleiniges Vorrecht der japanischen Kriegerklasse, der Samurai. Doch ist das Katana viel mehr, als nur eine Blankwaffe. Es war und ist immer noch Ausdruck der Samurai-Kultur. Denn es war nicht nur Waffe, sondern es diente auch der charakterlichen Erziehung und Weiterentwicklung der Samurai.

KATANA
EIN ERSTER ÜBERBLICK

1 = TSUKA (Schwertgriff)
2 = SAGEO (Schwertband/-Kordel)
3 = SAYA (Schwertscheide)
4 = HA (Schneide)
5 = HI oder BO-HI (Hohlkehle zur Gewichtsreduzierung)
6 = HAMON (Härtelinienmuster)
7 = MUNE oder MINE (Klingenrücken)
8 = KISSAKI (Klingenspitze)

SAYA
SCHWERTSCHEIDE

9 = KOZUKA (Beimesser)
10 = KOIGUCHI (Öffung der Schwertscheide)
11 = KOGAI (Schwertnadel)
12 = KURIGATA (Öse für Schwertband/-Kordel)
13 = SHITO-DOME (Metallverzierung der Ösenöffnung)
14 = KAERIZUNO (Spange zum Halten der Saya im Obi)
15 = KAMON (Familienwappen/-zeichen)
16 = KOJIRI oder SAYA-JIRI (Saya-Abschluss)

TSUKA
SCHWERTGRIFF UND MONTIERUNGEN

17 = HABAKI (Klingenzwinge)
18 = SEPPA (Unterlegscheiben)
19 = TSUBA (Stichblatt/Handschutz)
20 = FUCHI (Griffzwinge)
21 = MEKUGI (Bambusstifte zum fixieren der Tsuka an der Schwertangel)
22 = SAME oder SAME-HADA (Einlage aus Rochenhaut)
23 = TSUKAMAKI (Griffwicklung [TSUKA-ITO = Griffband])
24 = MENUKI (Dekorelement unter der Griffwicklung)
25 = MAKIDOME (Endknoten der Griffwicklung)
26 = KASHIRA-GANE (Öffnung für das Griffband)
27 = KASHIRA o. TSUKA-GASHIRA (Griff-Endkappe)

TOSHIN
DIE SCHWERTKLINGE OHNE MONTIERUNGEN

28 = HA-CHO oder NAGASA (Effektive Klingenlänge)
29 = ZEN-CHO (Komplette Schwertlänge)
30 = NAKAGO (Klingenheft)
31 = HAMON (Härtelinienmuster)
32 = HA-BUCHI / YAKIBA (Kristalline Struktur auf der Klinge)
33 = HA (Schneide [gehärteter Bereich zwischen Hamon und Schneide])
34 = SHINOGI (Klingengrat)
35 = HIRA-JI oder JI (Fläche zwischen Shinogi und Hamon)
36 = MONO-UCHI (Das oberste Drittel der Klinge)
37 = YASURI-ME (Gefeilte Markierungen der NAKAGO)
38 = HA-MACHI (Einkerbung/Übergang der Schneide zur NAKAGO)
39 = YOKOTE or YOKOTE-SUJI (Klingenbreite am Grat)
40 = FUKURA (Schneide der Klingenspitze)
41 = MUNE-MACHI (Übergang Klingenrücken zur Angel)
42 = NAKAGO-JIRI (Fromgebung Ende des Klingenheftes)
43 = MEI (Schwertsignatur [Datum und Angaben Schmied])
44 = MEKUGI-ANA (Lochbohrung für die Mekugi [Holzstifte])
45 = HABAKI-SHITA (Fixierbereich der HABAKI)
46 = HI oder BO-HI (Hohlkehle [zur Gewichtsreduzierung[)
47 = MUNE oder MINE (Klingenrücken)
48 = SHINOGI-JI (Fläche zwischen MINE und SHINOGI)
49 = KASANA (Klingenstärke)
50 = MI-HABA (Klingentiefe)
51 = MITSUKADO (Treffpunkt YOKOTE, SHINOGI u.a.)
52 = BOSHI (Härtelinienmuster an der KISSAKI)
53 = KISSAKI (Klingenspitze)
54 = SORI (Klingenkrümmung)

Datenblatt zum Herunterladen: Das-japanische-Schwert-Uebersicht.pdf

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